Pionierarbeit in Detroit: The Hinterlands und New Hard Entertainment

kerstin November 8th, 2011

Von November bis Dezember 2010 war die Filmgruppe The New Hard Entertainment zu Gast im FILTER Detroit Haus. Zusammen mit auswärtigen Schauspielern und Künstlern aus Detroit arbeitete die Crew an einem Filmprojekt. Als Drehort für Ihren Film gebrauchten sie die ehemalige Woods Kathedrale, die seit einiger Zeit leer stand und zunächst von den Filmemachern entrümpelt werden musste. Mit der Unterstützung von Detroiter Künstlern und Kirchennachbarn wandelten Sie den Ort in einen lebendigen Raum um, in dem Sie während der Dreharbeiten ihre Gäste mit Brunch verköstigten oder zu einer Party einluden.

Nach drei Monaten intensiver vor Ort Arbeit wurde ihr Film Feature “The Man of Dodge City“ beendet. Ein Spielfilm der gleichzeitig auch ein Dokumentarfilm über Zeit und Orte in Detroit ist. Sehen Sie sich Ihren Vorspann an, es lohnt sich. Kurz vor Weihnachten dann beendete die Filmcrew ihren Aufenthalt in Detroit und die Schauspieler und Filmemacher gingen zurück an ihre Wohnorte in Oregon, Washington State oder New York.

Ende Dezember 2010 begrüßte FILTER Detroit die neuen langfristigen Hausbewohner. Zum einen den Detroiter Anderson Walworth, bekannt als Sänger, Gitarrist und Bassspieler der Detroiter Rockband ICrime und IT- Koordinator der Allied Media Conference. Anderson teilte sich das Haus mit dem Theaterperformance Paar The Hinterlands (Liza Bielby und Richard Newman), die gerade von Milwaukee nach Detroit gezogen sind, um einen nachhaltigen Ort für ihr körperbetontes Theaterensemble zu suchen.

In nur wenigen Monaten fanden Sie die perfekte Bühne, um ihr neu entwickeltes Theaterstück aufzuführen, nämlich das historische Jam Handy Film Studio.

Nach einem heißen Sommer voll mit Proben und Puppen anfertigen wurde am 4. August die Premiere ihres psychodelischen Westerns „Manifest Destiny (there was blood on the saddle)“ in Detroit gefeiert. Die drei nachfolgenden Spieltermine waren alle ausverkauft.

In Manifest Destiny (Schicksalsmanifest) wird die Kultur des Wilden Westen als Hintergrundmaterial verwendet, inspiriert von der Sprache eines Cormac McCarthy und eines William S. Burroughs. Im Varieteformat der Westerntradition mixten die Hinterländer verschiedene Stile in ihr Stück, vom Puppentheater bis Wettläufen. Die Theaterbesucher wurden zu Teilnehmern. Richard Newman betont jedoch, dass die Zuschauer nicht gezwungen wurden teil des Theaterstückes zu werden, sondern dass ihnen eine Möglichkeit gegeben wurde teilzunehmen- Tatsächlich musste sich das Publikum von Ort zu Ort bewegen, um dem Theaterstück folgen zu können. Eine Aufführung die amerikanische Geschichte verarbeitet, wie die westliche Grenze, die Pionierarbeit, aber auch Fragen über den Einfluss auf und die Übernahme in die Kultur unserer heutigen Welt stellt.

Das Detroiter Publikum war begeisterte das Theaterstück. Wenn Sie mehr über die multi-disziplinäre Arbeit der Hinterlands und deren zukünftige Projekte erfahren wollen besuchen sie ihre Webseite. http://thehinterlandsensemble.org

Zu Pionierarbeit und Pionieren in Detroit lesen sie auch den New York Times Article vom Juli 2011.

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